Themen und Projekte


Freie Fahrt für Freiwillige

Freiwilligendienste bieten Menschen jeden Alters die Möglichkeit wertvolle Erfahrungen zu sammeln, neue Menschen kennenzulernen, sich neu zu orientieren und sich sozial zu engagieren. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, dass jede*r die Möglichkeit hat, einen Bundesfreiwilligendienst auszuüben.

Wenn allerdings die Interessen eines potenziellen Freiwilligen von dem lokalen Angebot abweichen, können Fahrtkosten entstehen, die mit dem aktuellen Taschengeld eines Freiwilligen nicht tragbar sind.

Freiwillige Wehrdienstleistende haben bereits die Möglichkeit, ohne finanziellen Aufwand ihre Einsatzstelle zu erreichen. Deshalb sollte eine Fahrtkostenübernahme auch im BFD erfolgen. Bereits seit Generationen
kämpfen die Sprecher*innen aller Freiwilligendienste für die Umsetzung des Projektes „Freie Fahrt für Freiwillige“.

Auch wir als Bundessprecher*innen sehen in diesem Projekt großes Potenzial und eine enorme Relevanz.



Änderung der Wahlverordnung

Es ist wichtig, dass die Freiwilligen die Möglichkeit zur Beteiligung und Gestaltung ihres Freiwilligendienstes haben und auf Missstände aufmerksam machen können. Nur so kann der Bundesfreiwilligendienst für die Freiwilligen wie für die Einsatzstellen stetig verbessert werden.

Das Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) sieht dafür eine Wahl von Sprecher*innen vor, die die Freiwilligen gegenüber Einsatzstellen, Trägern, Zentralstellen und der zuständigen Bundesbehörde vertreten. Grundsätzlich ist es ein gutes Konzept, diese Interessensvertretung gesetzlich festzuschreiben. In der Realität ergibt sich jedoch ein wesentliches Problem:

Die Wahlbeteiligung ist verschwindend gering.

Bei den letzten Wahlgängen beteiligten sich selten mehr als einige hundert Freiwillige. Die Wahlbeteiligung liegt damit im Promillebereich. Unser vollständiges Positionspapier findet ihr hier:



Antidiskriminierung und Inklusion

Gemeinsam für mehr Gleichberechtigung im Freiwilligendienst:

Wir finden, dass der BFD noch nicht so divers ist, wie er sein könnte. Mehr Menschen sollten die Möglichkeit bekommen, einen Freiwilligendienst zu machen wir alle profitieren von mehr Vielfalt.

Deswegen sind wir allem voran vertrauliche Ansprechpersonen, wenn ihr Probleme in eurer Einsatzstelle habt, die das Thema Diskriminierung betreffen. Außerdem haben wir konkrete Pläne, um Diversität im BFD zu fördern.

Wir möchten, zusammen mit anderen FSJ-Sprechenden, eine breitere Infokampagne aufstellen, die Menschen an allen Schulformen anspricht. Dadurch sollen Informationen, z.B. wo man als Mensch mit Behinderung im BFD Hilfsmittel beantragen kann, besser zugänglich gemacht werden.

Außerdem befassen wir uns mit dem Thema Arbeitsmarktneutralität. Wenn Freiwillige wie Angestellte arbeiten, aber nicht so bezahlt werden, läuft etwas falsch. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass auch Menschen unter 27 Jahren bald einen BFD in Teilzeit machen können.

Schließlich wollen wir noch Safe Spaces ins Leben rufen und uns für gendergerechte Sprache einsetzen.