Aktuelles

BFD Bundessprechende bei Veranstaltung des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement 

Am 19.05.2026 waren wir mit einer Abordnung der BFD Bundessprechenden bei der Veranstaltung „Miteinander Zukunft gestalten“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement in der Amerika Gedenkbibliothek in Berlin. Mit den zahlreichen Teilnehmenden aus Zivilgesellschaft, Engagementsprofis und Politik haben wir uns ausgetauscht über Perspektiven für die Zukunft des Ehrenamts. Wir beschäftigten uns mit der Thematik, was den wichtigen Beitrag von Ehrenamt und Engagement für unsere Demokratie ausmacht. Wir nehmen mit, dass Ehrenamt und Engagement so wie auch unser Bundesfreiwilligendienst das Gemeinschaftsgefühl in der Gesellschaft stärken, Polarisierung überwinden und Selbstwirksamkeit stärken kann.

Wir konnten dabei sein, als Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt die Engagementbotschafterin 2026 Vanessa Beyer auszeichnete. Vanessa Beyer aus der Nähe von Leipzig engagiert sich dafür,  dass junge ostdeutsche Perspektiven im politischen Diskurs stärker sichtbar werden. Ein zentrales Anliegen ist der Engagementbotschafterin 2026 der Dialog zwischen den Generationen und Regionen sowie das Engagement für eine offene und solidarische Gesellschaft.

Die Veranstaltung bot für uns BFD Bundessprechenden eine wirksame Plattform, die BFDler sichtbar zu machen und ihre Interessen im Dialog mit Ehrenamtsprofis aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen einzubringen. So sind wir mit zahlreichen Impulsen und Inspirationen für unsere Tätigkeit als BFD Bundessprechende zurückgekehrt. Darüber hinaus konnten wir den Austausch mit den Politikern MdB Ralph Edelhäußer von der CSU und Maxim Seeck von der Partei Mensch Klima Tierschutz fortführen. Mit beiden waren wir bereits bei der Bundesfreiwilligenkonferenz im Dialog.

Text: Jürgen Schwarzbeck

Fahrt Frei! Demo

Am Samstag den 16. Mai wurde anlässlich des Bundesaktionstages des Freiwilligen ökologischen Jahres eine Demo unter dem Motto „Fahrt Frei!“ in Berlin veranstaltet.

Freiwilligendienstleistende erhalten für ihre vollzeitliche Unterstützung der Gesellschaft nur ein kleines Taschengeld, im Durchschnitt zwischen 200-600€ im Monat, wovon Essen, Miete und der Weg zur Einsatzstelle bezahlt werden müssen. Sie bekommen aber keine allgemeine Vergünstigung des Deutschlandtickets.

Daher fordern wir ein kostenloses Deutschlandticket für alle Freiwilligen, damit alle Menschen, die ein FSJ, FÖJ, BFD oder einen anderen Freiwilligendienst leisten, ihre Einsatzstelle zuverlässig, bezahlbar und klimafreundlich erreichen können.

Zusätzlich fordern wir den Ausbau von Nah- und Fernverkehr, damit auch Freiwlligen aus ländlichen Regionen die Chance haben die Verkehrsmittel zu nutzen.

Auch du kannst helfen! Unterschreibe unsere Petition!

Wir haben als BFD Sprechende auch an der Demo teilgenommen, um unsere Forderungen laut zu machen.

Hier könnt ihr Phies Rede nachlesen:

Es ist 8 Uhr morgens und wir sitzen in der allerersten U-Bahn Richtung Dortmund Hbf. Zu zweit auf dem Weg nach Berlin.

Wir beide sind zwei von etwa 30 tausend BFDlern in ganz Deutschland. Zwei von fast 100 Tausend Menschen in Deutschland, die jährlich einen Freiwilligendienst machen.
Wir alle leisten tagtäglich wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft in den unterschiedlichsten sozialen, kulturellen und ökologischen Bereichen. Unser Engagement ist maßgeblich für eine demokratische und lebendige Gesellschaft!

Doch Anerkennung und Wertschätzung ist am Ende des Monats genauso wie unser Taschengeld, leider viel zu niedrig.

Das ICE Ticket nach Berlin? Nicht bezahlbar von unserem Bufdi Gehalt.

Also pendeln wir stattdessen die 9 Stunden im Regionalverkehr mit dem Deutschlandticket.

Während sich unser Land kriegstüchtig macht und Soldaten kostenlos Bahn fahren, blechen wir monatlich 15% des Taschengeldes für ‘nen mageren Regionalverkehr.
Wem machen wir hier was vor? Für „die da oben“ war ein Dienst an der Waffe schon immer mehr Wert als ein Dienst für unsere Gesellschaft.

Wenn ich mich im überfüllen Regionalzug so umsehe, finde ich andere Leute auf dem Weg nach Berlin, zu Familie, Freunden, Arbeit, Freizeit, Vergnügen

Und ich packe meinen Koffer und nehme mit: Ein Deutschlandticket.
Ein Deutschlandticket und ein bisschen Hoffnung.
Die Hoffnung, dass heute die Bahn doch bitte einmal pünktlich sei, der Anschluss nicht ausfalle und man einmal ohne Verspätung am Ziel ankomme.

Weil die Bahn kaputt gespart und seit Jahrzehnten Kapazitäten statt auf- doch nur abgebaut werden.
Oben drauf kommt auch noch die Bahnreform 1994, seit dem die Deutsche Bahn als privatwirtschaftliches Unternehmen handeln muss. Heißt Profit steht nun an erster stelle. Und das ist für uns alle spürbar.

Deshalb stehen wir hier, trotz 40 Stunden Woche, nach über 8 Stunden Zugfahrt.

Weil wir eine einheitlich organisierte, verstaatlichte Bahn wollen, den Ausbau des des Schienennetzes, auch in den ländlichen Regionen Deutschlands. Investitionen in Personal und Infrastruktur.
Wir fordern Freie Fahrt für Freiwillige.

Wir auf der Bundesfreiwilligenkonferenz

Vom 9. bis 12. April waren wir auf der ersten Bundesfreiwilligenkonferenz (BFK) im Walderlebniszentrum im Soonwald (Rheinland-Pfalz).

Zu Beginn wollen wir uns ganz herzlich beim Orga-Team bedanken, das diese Konferenz erst möglich gemacht hat.

Am Donnerstag sind wir angekommen, haben uns gegenseitig kennengelernt und einen ersten Einblick in die drei verschiedenen Freiwilligendienstformate (BFD, FSJ, FÖJ) bekommen.

Ab Freitag ging es dann in die inhaltliche Arbeit: Wir haben uns intensiv mit den Strukturen der Freiwilligendienste beschäftigt und erste Arbeitskreise (AKs) gegründet. Unter anderem der AK-Orga, der sich um die Planung zukünftiger BFKs kümmert, sowie der AK-ÖffKomm, der die Öffentlichkeitsarbeit rund um die Konferenz übernimmt. Außerdem haben wir an spannenden Workshops teilgenommen, zum Beispiel zu Zukunftsvisionen für Freiwilligendienste oder dazu, wie man am besten mit Politiker:innen diskutiert.

Samstag ging es dann richtig in die Tiefe. Gemeinsam haben wir Themen gesammelt, bei denen wir im Bereich Freiwilligendienste Handlungsbedarf sehen. Daraus sind politische Arbeitsgruppen (PAGs) entstanden, in denen wir konkrete Forderungen ausgearbeitet haben. Am Abend und bis spät in die Nacht haben wir diese schließlich in ein gemeinsames Positionspapier gepackt – dieses findet ihr auch hier auf unserer Webseite.

Am Sonntag konnten wir unser Positionspapier Vertreter:innen aus Politik und Ministerium vorstellen und mit ihnen in einen direkten Austausch gehen. Begleitet wurde das Ganze auch von der Presse.

Die BFK war für uns alle eine tolle Erfahrung. Wir nehmen viele neue Ideen, Motivation und Kontakte mit in unsere weitere Arbeit.

Auch nach der Konferenz bleiben wir vernetzt, tauschen uns mit anderen Freiwilligenvertretungen aus und arbeiten daran, unsere Forderungen umzusetzen. Ein großes Ziel dabei: Die BFK soll keine einmalige Sache bleiben, sondern regelmäßig stattfinden.

Text: Judith Langer

Unser erstes Arbeitstreffen – ECHT für euch da!

Anfang März hatten wir als eure Bundessprechenden unser erstes richtiges Arbeitstreffen im Bildungszentrum Ith und es war richtig gut!

Wir konnten leider nicht vollzählig vor Ort sein, aber wir haben das Beste draus gemacht und uns natürlich schon vorher ausgetauscht. Wir haben die Zeit genutzt, um uns intensiv auszutauschen und in Arbeitsgruppen an den Themen weiterzuarbeiten, die uns gerade beschäftigen.
Ein Thema war zum Beispiel wieder die Vergünstigung des Deutschlandtickets oder auch wie wir mit euch Freiwilligen besser in Kontakt treten können.
Außerdem hatten wir spannende Gespräche über Zoom mit FREIWILLIG-JA und weiteren Leuten, die sich auch für Freiwillige einsetzen und Lust haben, etwas zu bewegen.
Das hat uns nochmal neue Perspektiven gegeben.

Vor Ort haben wir auch die Seminargruppen besucht, mit euch gesprochen und eure Themen mitgenommen.
Wenn ihr noch Anliegen habt, schreibt uns jederzeit gerne an info@bundessprecher.net oder
kummerkasten@bundessprecher.net.

Und natürlich haben wir auch gemeinsam Zeit verbracht, waren auf dem Ith wandern und Content für Instagram produziert, da kommt also einiges auf euch zu! Schaut also gerne vorbei (@bundessprecher_innen).

Wir haben uns sehr gefreut, auf dem Ith zu sein, und sind schon dabei, die
nächsten Treffen zu planen!

Text: Lea Matuschik

Den Beitrag könnt ihr auch nochmal in dem „ECHT“ Magazin nachlesen.
„ECHT“ ist das Magazin für den Bundesfreiwilligendienst und zeigt die vielen Möglichkeiten, die es im Bundesfreiwilligendienst gibt. Neben spannenden Reportagen über die verschiedenen Einsatzbereiche gibt es aktuelle Tipps und Termine – echt informativ eben!

Das Magazin erscheint viermal im Jahr. Die aktuelle Ausgabe findet ihr hier:

Austausch mit der Grünen Bundestagsfraktion

Wir als Bundessprechende hatten am 26.02. die Gelegenheit, unsere Interessen und Anliegen im Bundestag zu vertreten. Im Rahmen der Vision 2030 wurden einige Funktionsträger*innen von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einem Austausch eingeladen. Dabei hatten wir die Möglichkeit, Ideen zur Stärkung der Freiwilligendienste einzubringen.

Im Fokus standen die Themen „Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst“, „kostenreduzierter ÖPNV für Freiwillige“, „eine Taschengelduntergrenze“ sowie eine stärkere „pädagogische Begleitung“. Mit diesen Forderungen hoffen wir, den Freiwilligendienst inklusiver zu gestalten und Freiwillige besser zu unterstützen.


Austausche mit politischen Funktionsträger*innen sind wichtig, um gemeinsam an diesen strukturellen Themen zu arbeiten. Wir sind dankbar, diese Gelegenheit zum Dialog erhalten zu haben.

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